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Social Media Facebook BlogFacebooks Messi bald auch für Publisher nutzbar

Verschiedenen Quellen ist zu entnehmen, dass im Rahmen von Facebooks Entwicklerkonferenz im kommenden April eine Bekanntgabe erfolgt, die besonders Publisher erfreuen dürfte. Demnach kann der Messenger künftig auch zur Veröffentlichung von Informationen durch Publisher verwendet werden. Sicherlich ist diese Neuerung auch für den privaten Bereich sehr unterhaltsam, besonders wenn man bedenkt, dass weitere Anbieter nicht lange warten werden, bis sie nachziehen werden.

 

Axel Springer experimentierte bereits

Innerhalb einer Testphase im vergangenen Januar hatte bereits der Axel Springer Verlag die Nutzung des Messengers zur Verbreitung von Nachrichten getestet. Doch mit diesem Test stößt der Messenger längst nicht an die Grenzen seines Potenzials. Tests zum Zugang, über Chatbots, auf Facebooks Messenger sollen Möglichkeiten eröffnen, beispielsweise Dienstleistungen über den Messenger zu bestellen. Mit 800 Mio. Nutzern könnte sich dieser Vorstoß großer Beliebtheit erfreuen. Das Interesse an Neuigkeiten von Unternehmen oder Publisher können User ganz einfach damit befriedigen, indem sie eine Unterhaltung mit dem Chatbot des entsprechenden Unternehmens beginnen. Nachdem dies erfolgt ist, erhalten die User (Fans) sämtliche Neuigkeiten über den Messenger geliefert.

Der Service ist nicht kostenlos

Es ist noch nicht ganz klar, ob und wie Facebook mit diesem Service Geld verdienen will. Tatsächlich erfreuen sich neue Informationsquellen großer Beliebtheit, sodass in jedem Fall verschiedene Unternehmen den Service nutzen werden. Dies ist alleine schon deswegen eine Gewissheit, da durch die Medienvielfalt auch der Wettbewerb im Bereich des Marketings steigt. Es bleibt abzuwarten, welches Gebühren-Modell sich Facebook einfallen lässt. Wir freuen uns auf die Entwicklerkonferenz.

Was erwartet den User?

Natürlich ist es interessant künftig über den Messenger über aktuelle Neuigkeiten informiert zu werden, allerdings dürfte dies Nachteile beinhalten. Wir erinnern uns: 10 Jahre zurück. Beinahe jeder hatte ein "modernes" Handy, das in der Lage gewesen ist, Nachrichten mit bis zu 160 Zeichen zu empfangen. Ganz moderne Verträge erlaubten sogar einen unbegrenzten Versand ohne Zuzahlung( liebe Jugend, es gab sogar Verträge mit Einzelabrechnung ). Ohne Zuzahlung... vorbei war`s mit der Ruhe. Ab 16 Uhr konnte man nicht mehr in Ruhe Kaffee trinken oder sich mit Freunden unterhalten, weil alle anderen Bekannten auch Feierabend hatten und der Abend geplant werden sollte. Das ist heute sicherlich noch immer so, vereinzelt. Allerdings könnte diese Neuerung im Messenger die Unterhaltungen mit der Perle gegenüber, zumindest wirtschaftlich, nachhaltig aus dem Ruder laufen lassen, weil das Smartphone mit einem dezenten Ton suggeriert, dass Zalando gerade Ausverkauf hat und Schuhgröße 39 nur noch begrenzt erhältlich ist. Wer sich für den Chatbot von Zalando entschieden hat, der Verzichtet auch nicht auf die Informationen von Amazon oder Ebay. Bleibt nur zu hoffen, dass die Klingeltöne entsprechend vielfältig werden und die Publisher ihre Mitteilungen in überlegten Intervallen versenden, sodass am Ende vielleicht ein kulturelles Highlight wie Beethovens 5te aus der Tonvielfalt resultiert. Ich halte die Option des Messengers für sinnvoll, da die Marketinglandschaft weiteren Schwung erhält und es wieder ein Stück abwechslungsreicher wird. Für die User würde ich mir jedoch wünschen, dass die Funktion zahlreiche Einstellungen erlaubt, damit nicht das Smartphone das Privatleben bestimmt.